13-tägige jeepbegleitete Trekkingreise durch das großartige Fjallabakgebiet Öræfi
Schwierigkeitsgrad: 3+ von 5 (herausfordernd, anstrengend)
Dieser wunderbare, herausfordernde Treck durch das südliche vulkanische Hochland zählt ohne Zweifel zu einer der schönsten und abgelegensten Trekkingtouren der Welt. Diese Trekkingreise beinhaltet sämtliche Highlights des faszinierenden Fjallabak Gebietes. Die verstecktesten Ecken der vulkanischen Wüste Öræfi bieten majestätische und sonderbar wirkende Landschaften, welche von der Vulkanspalte, die Island in zwei teilt, geprägt wurden.
Wo wir entlang wandern sehen wir kaum Zeichen, welche die Existenz der Menschheit offenbaren. Eventuell deutet uns ein seltener Wegweiser die Richtung. Hier, fern abgelegen von jeglicher Zivilisation, genießen wir die ewige Stille und werden von Naturwundern auf Schritt und Tritt überrascht.
Unsere Guides, alle erfahrene Bergführer, leiten euch sicher durch dieses unglaubliche Region. Der Treck beginnt am Fuße des berühmten Vulkan Hekla, Islands aktivster Vulkan, und führt uns durch eine Welt vulkanischer Eindrücke. Ihr entdeckt traumhafte, moosbedeckte Täler und trinkt sauberes frisches Wasser aus plätschernden Bächen. Über uns wachen die majestätisch schimmernden Gletscher, umgeben von schwarzen Sandwüsten die durch Schmelzwasserläufe kreuz und quer zerschnitten werden.
Für diejenigen die gut zu Fuß sind, stellt dieser Treck keine Schwierigkeit dar. An den meisten Tagen trägt jeder Teilnehmer nur einen Tagesrucksack. Die Wanderungen liegen durchschnittlich zwischen 6-8 Stunden pro Tag. Die Unterkünfte während der Trekkingreise finden in komfortablen Expeditionszelten oder in gut ausgerüsteten Berghütten statt, die sich in wunderschönen Gebieten befinden.
Grober Reiseverlauf:
Tag 1: Reykjavik - Vulkan Hekla Südlich
Tag 2: Hekla Weideland
Tag 3: Berg Krakatindur
Tag 4: Westseite des Vulkan Hekla
Tag 5: Pass Valagjá - Berg Krakatindur
Tag 6: Landmannahellir
Tag 7: Landmannalaugar
Tag 8: Berg Loðmundur
Tag 9: Hrafntinnusker Caldera
Tag 10: Mælifellssandur - Torfajökull
Tag 11: Strútslaug - See Hólmsárlón
Tag 12: Álftavötn - Eldgjá Spalte
Tag 13: Fjallabak Nord/Südküste - Reykjavík
Alternativer Reiseverlauf:
Tag 10: Markarfljót Canyon
Tag 11: Bergkette Tindfjöll
Tag 12: Rangá Hinterland
Tag 13: Keldur/Südküste - Reykjavík
Termine 2012:
08. Juli
22. Juli (alternativer Reiseverlauf)
05. August
19. August (alternativer Reiseverlauf)
02. September (alternativer Reiseverlauf)
Teilnehmerzahl:
mindestens 8, maximal 12
Kleingruppenaufschlag bei 6-7 Personen
Preis:
ISK 369.990 pro Person
Diesen Preis in Euro umrechnen!
Weitere Infos:
Preis beinhaltet: Abholung von Reykjavík, 4x4 Begleitfahrzeug für Equipment und Speisen zwischen den Lagern, alle Mahlzeiten für 13 Tage (ausser Frühstück am Tag 1 und Abendessen am letzten Tag), Unterkunft während der Trekkingreise in Hütten oder Zelten, Isomatten und Kochgeschirr. Schlafsack und Kopfkissen können im Vorfeld von uns gemietet werden.
Detaillierter Reiseverlauf:
(F – Frühstück, M – Mittagessen, A: Abendessen)
Tag 1: Reykjavik – Hella – Fluss Rangá
130 km – 2 Stunden Fahrt – 3 bis 4 Stunden Wanderung – 100 Meter Höhenunterschied – Hütte (M-A)
Am frühen Morgen holt euch unser Guide von eurer Unterkunft ab. Habt eure Wandersachen an und euren Tagesrucksack bereit, denn schon am ersten Tag geht es bei uns richtig los. Wir empfehlen euch saubere Sachen für das Ende der Tour entweder an eurer Unterkunft oder in unserem Lager bei Hella zu verstauen.
Nach einer circa 2-stündigen Fahrt erreichen wir den ersten Ausgangspunkt für unsere Wanderung. Hier erhebt sich der majestätische Vulkan Hekla und markiert das Tor zum Hochland. Hekla ist wohl Islands berühmtester Vulkan. Hier beginnen wir mit unserer Wanderung durch die Graslandschaft entlang des östlichen Rangá-Flusses.
Tag 2: Heklu Bæir – Farmland bei Hekla
6-stündige Wanderung – 150 Meter Höhenunterschied – Hütte oder Zelten (F-M-A)
Wir wandern entlang der Südseite der Hekla durch Farmland. Die hier befindlichen Farmen mussten während der Jahrhunderte aufgrund der Ausbrüche mehrfach umziehen. Heute ist hier das Land grün und alte Lavafelder sind heute bedeckt mit grünem Moss und arktischer Birke. Manchmal scheint es so, als sei man hier in einem echten japanischen Garten. Im August an diesem Tag kann die Wanderung etwas länger dauern, denn zahlreiche Beeren und Pilze können hier von uns gepflückt werden.
Tag 3: Westseite der Hekla
7-stündige Wanderung – 300 Meter Höhenunterschied – Hütte (F-M-A)
Wir überqueren den westlichen Rangá-Fluss und wandern über die letzten subglazialen Hügel welche die Überreste der verbrannten Landschaft schützen. Auf der anderen Seite am Fuße der Hekla finden wir eine Art Mondlandschaft vor. Hier überqueren wir eine flache Ebene aus Vulkanasche und erreichen den Norden des Vulkans wo wir in sicherer Entfernung unser Lager aufschlagen, gar nicht weit entfernt vom abgelegenen Berg Krakatindur. Silberne Flechten und samtgrünes Moos finden wir hier im Umfeld des Monolithen.
Tag 4: Valagjá – Lämmerpass
6 Stunden Wanderung – 300 Meter Höhenunterschied – Hütte (F-M-A)
Wir entfernen uns vom Tor zur Hölle (unter diesem Namen war Hekla im Mittelalter bekannt). Die Landschaft wird weicher und grünes Moos bedeckt die Lavafelder sowie den Bims welcher hier während vergangener Eruptionen herunterregnete. Über den Lämmerpass wandern wir zum majestätischen Berg Loðmundur, welcher von Morast und saftigem Grasland umgeben ist und sich im wunderschönen See Loðmundurvatn spiegelt.
Tag 5: Berg Lodmundur
6 Stunden Wanderung – 600 Meter Höhenunterschied – Hütte (F-M-A)
Heute besteigen wir den leichten Berg Loðmundur. Er ist ein vulkanischer Tafelberg, welcher in der Eiszeit durch glaziales Eis ausgebrochen ist. Oben angekommen haben wir bei guten Wetterkonditionen Sicht auf das gesamte isländische Hochland.
Tag 6: Landmannalaugar
5-6 Stunden Wanderung – 300 Meter Höhenunterschied – Hütte (F-M-A)
Wir wandern durch das Tal Domadalur nach Landmannalaugar. Hier finden wir zahlreiche geologische Highlights vor. Am offensichtlichsten sind sicherlich die Rhyolitberge mit all ihren Formen und Farben. Dieser Ort ist sehr beliebt und ist mittlerweile einfach per 4x4 Fahrzeug zu erreichen. Dies ist wohl der einzige Ort an dem wir anderen Leute in größeren Zahlen auf unsere Trekkingreise begegnen werden. Wir versuchen nicht an diesem Ort zu übernachten, da es hier für unseren kleinen Wanderstamm zu viele Leute gibt. Es geht daher zurück nach Landmannahellir.
Tag 7: Ausruhen in Landmannahellir
Ein bisschen Wandern – Hütte (F-M-A)
Landmannahellir ist seit eh und je eine Basis für Schäfer um ihre zahlreichen Schafe im Herbst aus dem Hochland einzusammeln. Dieser Ort ist legendär und es gibt tausende Geschichten zu erzählen. Hier am Mittelpunkt unserer Trekkingreise machen wir Pause bevor es am nächsten Tag mit einer intensiven Wanderung weitergeht. Während dieses Tages bereiten der Fahrer und der Guide das Equipment sowie die Nahrung für die nächsten Tage vor.
Tag 8: Fjallabak Nyðra – Hrafntinnusker Caldera
4-6 Stunden Wanderung – 500 Meter Höhenunterschied – Hütte (F-M-A)
Wir wandern langsam die farbenfrohe Caldera von Hrafntinnusker hin hoch. Dabei geht es vorbei an zahlreichen blubbernden heißen Quellen. Wir durchqueren diese Hochlandperle berühmt für ihre unglaubliche natürliche Schönheit. Uns stechen hier die Rhyolitberge ins Auge mit ihren unglaublichen Farbbändern bestehend aus pink, braun, grün, gelb, blau, türkis, schwarz, weiß, orange und rot. Diese werden mit glänzendem schwarzen, glasartigen Obsidian geschmückt.
Tag 9: Fjallabak Syðra – Hvanngil
6-8 Stunden Wanderung – 500 Meter Höhenunterschied – Hütte (F-M-A)
Wir machen uns auf hinunter zur Fjallabak Syðra. Es geht Richtung Osten um die Caldera des Torfajökull. Hier durchqueren wir ein Gebiet mit kegelförmigen Bergen welche alle in dieselbe Richtung ausgerichtet sind. Und zwar von Nordost nach Südwest, die exakte Richtung des atlantischen Grabens.
Tag 10: Mælifellssandur –Torfajökull
5-7 Stunden Wanderung – 200 Meter Höhenunterschied – Hütte (F-M-A)
Wir durchqueren die Mælifellssandur Wüste. Hier in dieser andersartigen pechschwarzen Ebene steht der einsame Kegel Mælifell, welcher mit fluoreszierendem Moos bedeckt ist. Wir nehmen uns Zeit um diese außergewöhnliche Landschaft südlich des Torfajökull und nördlich des mächtigen Gletscher Mýrdalsjökull zu erkunden. Unterhalb dieser riesigen Eisflächen liegt Katla, einer der gefährlichsten Vulkane Islands. Katla ist zuletzt 1918 ausgebrochen und ein erneuter Ausbruch ist überfällig.
Tag 11: Strútslaug – See Holmsárlón
7-8 Stunden Wanderung – 300 Meter Höhenunterschied – Hütte (F-M-A)
Es geht weiter ans Ufer des langen und engen Sees Holmsárlón. Wir erreichen einen Ort welcher im Volksmund “Roter Baptistischer Brunnen” genannt wird. Hier fallen Wasserfälle am Ende des türkisblauen Sees in einen roten Krater – ein unvergesslicher Anblick. Natürlich können wir nicht wiederstehen in der nahegelegenen natürlichen Quelle Strútslaug zu baden.
Tag 12: Alftavötn – Eldgjá Feuerspalte
6-7 stündige Wanderung – 300 Meter Höhenunterschied – Hütte (F-M-A)
Wir folgen der Bruchlinie Eldgjá, die längste Vulkanspalte der Welt welche heutzutage von Moos bedeck wird und von klaren Bächen durchzogen wird. So groß auch die Laki Eruption war, sie wurde übertrumpft von der im gleichen Gebiet befindliche Eldgjá Eruption im Jahre 934-940. Während der sechs Jahre in der die Eruption aktiv war, brach Lava aus verschiedenen Schloten entlang der 75 km Feuerspalte aus und bedeckte mehr als 781 Quadratkilometer Südislands. Glücklicherweise sind solche Eruptionen wie Eldgjá und Laki ungewöhnlich. Anderenfalls würde das Leben wie wir es kennen nicht existieren. Sicher werden die Gefahren entstehend durch Lava und vulkanischem Gas hier in Island verständlicherweise ernst genommen. Ausbrüche wie wir sie kennengelernt haben sind jedoch klein im Vergleich zu dem was unser großer blauer Planet vermag.
Tag 13: Fjallabak Nyðra – Südküste – Reykjavik
2-3 stündige Wanderung – 300 Meter Höhenunterschied – 300 km – 5-6 Stunden Fahrt (F-M)
Nach der sanften Landschaft um die Seen Alftavötn, die “Seen der Schwäne”, erreichen wir die Piste der Fjallabak Nyðra, nahe des bewohnten Skaftá Gebiet und grenzend an das enorme Lavafeld von Laki. Per Bus fahren wir entlang der Fjallabak Nyðra oder entlang der Südküste in Richtung Reykjavík, wo wir am Nachmittag ankommen.
Alternativer Reiseverlauf:
Tag 10: Markarfljót Canyon - Tindfjöll
7-8 Stunden Wanderung - 400 Meter Höhenunterschied - Camp (F-M-A)
Anstelle die Feuerspalte Eldgjá anzusteuern, geht es Richtung Südwesten zu den Tindfjöll Bergen. Obwohl der Fluss Markarfljót als kraftvoller, schlammiger Fluss im oberen Teil des Canyons bekannt ist, finden wir hier noch einen türkisen, wunderschönen Fluss vor. Heute geht es Richtung Südosten in Richtung der Berge Tindfjöll. Obwohl der Markarfljót im Süden als kraftvoller schlammiger Fluss bekannt ist, finden wir im oberen Teil des Flusses schöne Türkisfarben vor. Der Canyon führt durch ein geologisch chaotisches Gebiet. Von schwarzen Felsgestein führt er über versteckte kleine Täler bedeckt mit grünem Grass und Blumen zu dem dunklen Fuße der Tindfjöll Berge. Wir übernachten bei Krokur (der Haken) an den Ufern eines Flusses, welcher von grünen Buchten umsäumt wird. Wir sind ziemlich sicher, dass hier der beste Ort ist um auf Elfen zu treffen.
Tag 11. Tindfjöll
Höhenänderung +-600 Meter, 7-8 Stunden Wanderung – Zelten (F-M-A)
Der Tindfjöll Bergrücken war einst Islands höchster Vulkan mit 3000 Meter Höhe. Vor 600 Jahren ist dieser jedoch komplett kollabiert und es entstand eine alpine Kette mit vereisten Gipfeln. Wir entdecken hier ein Labyrith aus kleinen Tälern und Canyons, welche sich in die Berge graben. Je nach Wetterlage und Fitness der Gruppe schlägt der Guide eventuell vor, die Tindfjöll Berge zu besteigen um eine großartige Panoramasicht über die Wildnis von Süd Öræfi vom Vulkan Hekla bi shin zum Vulkan und Gletscher Eyjafjallajökull, welcher im April 2010 ausbrach.
Tag 12: Östliches Rangá
Höhenänderung -400 Meter, 6-7 Stunden Wanderung – Zelten oder Hütte (F-M-A)
Auf unserer leichten Wanderung durchqueren wir für einige Stunden ein vulkanisches Lavaplateau. Die Vegetation verschwindet allmählich auf unserem Weg Richtung Vulkan Hekla. Schwarze Asche bedeck hier die Landschaft. Hier geht es schnell bergab zum Fluss Rangá und am Horizont eröffnen sich uns weite Grassflächen mit einer vielfältigen Vogelwelt. Verschiedene Watvögel schlagen nun Alarm und warnen ihre Jungen vor gigantischen Riesen, welche im Anmarsch sind. Am Abend erreichen wir das schöne Flussufer des Flusses Ostrangá.
Tag 13: Von der Südküste nach Reykjavík
Höhenänderung -100 Meter, 2-3 Stunden Wanderung – 150 km Fahrt (F-M)
Wir überqueren weiche Grassflächen und stoßen auf die Ruinen von Farmen welche im 20. Jahrhundert verlassen wurden aufgrund einer glazialen Periode welche 50 Jahre andauerte und viele Isländer in die neue Welt fliehen ließ. Gegen Mittag erreichen wir die Landstraße nahe der alten Farm Keldur. Danach fahren wir mit dem Bus über die südliche Ebene nach Rekjavík zurück, wo wir am Nachmittag ankommen.
Haftungsausschluss:
Alle Wandertouren werden unter Verantwortung der Teilnehmer durchgeführt. Arktische Abenteuer haftet nicht für Unfälle welche vom Kunden hervorgerufen worden oder welche auf seine Handlungen zurückzuführen sind. Teilnehmer unterschreiben vor Antritt aller Trips eine Verzichtserklärung. Diese Verzichtserklärung beinhaltet dass alle Outdoor Aktivitäten ein Risiko bergen.