Detaillierter Reiseverlauf:
Tag 1:
Unser Abenteuer beginnt mit einem Transfer von Reykjavík nach Landmannalaugar. Die Fahrt bietet uns schöne Aussichten und auf unserem Weg fahren wir vorbei am Vulkan Hekla, Islands aktivster Vulkan. Der letzte Ausbruch fand im Jahr 2000 statt, deswegen halten wir unseren Atem an - denn ein neuer gewaltiger Ausbruch sei imminent von diesem Berg, welcher auch der Eingang zur Hölle sein soll. Wir erreichen Landmannalaugar (circa 600 Meter über dem Meeresspiegel) über die Dómadalur Route und verbringen den Nachmittag in dem Gebiet. Hier relaxen wir im warmen Fluss der neben unserem Zeltplatz entlang fließt.
Tag 2:
Erster Abschnitt: Landmannalaugar – Álftavatn
Entfernung: 24 km
Geschätzte Reisezeit: 8-10 Stunden
Höhenunterschied: circa 900 Meter
Heute beginnen wir mit dem Laugarvegur Treck und verlassen Landmannalaugar am frühen Morgen. Von der Bergütte am Zeltplatz laufen wir durch das raue Lavafeld Laugahraun. Von hier geht es über die schönen Hügel am farbenprächtigen Berg Brennisteinsalda auf das Plaeau. Die Farben in diesem Gebiet sind nicht von dieser Erde. Flüsse und Bäche haben das Land hier über Jahrtausende gezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt befinden wir uns in ziemlicher Höhe und müssen mit zu überquerenden Schneefeldern rechnen. Bei Hrafntinnusker gibt e seine Hütte welche wir zum Mittag ansteuern können, falls schlechtes Wetter ist. Viel Obsidian findet sich in dieser Gegend und gibt dem Gebiet eine mystische Erscheinung. Bei gutem Wetter ist die Sicht von der Hütte atemberaubend. Über 1000 Meter Höhe gibt es nicht viel mehr als Felsen und Ödland – typisch für die isländische Hochlandwüste. Entlang der Berge von Reykjafjöll wandern wir durch Wasserrinnen bis wir nach Jökultunger kommen. Hier ändert sich nun für uns die Landschaft und wir begegnen dunklen Tuffsteinbergen und Gletschern. Vereinzelt finden wir nun auch hartnäckige Pflanzen. Wir steigen eine steilen Hang hinab und kommen in eine Art grüne Oase – eine willkommene Abwechslung nach der rauen Landschaft hinter uns. Von hier aus ist der Weg zu unserem Camp am Nordufer des Sees Álftavatn einfach.
Tag 3:
Zweiter Abschnitt: Álftavatn-Emstrur (Botnar)
Entfernung: 15 km
Geschätzte Reisezeit: 6-7 Stunden
Höhenunterschied: circa 40 Meter
Nach dem gestrigen langen Tag wird dies ein einfacher und angenehmer Tag. Wir überqueren den Hügel Brattháls und laufen ostwärts in Richtung der Hvanngil Schlucht. Hier müssen wir durch den Fluss Bratthálskvísl waten. Kurz danach erreichen wir den Fluss Kaldaklofskvísl welchen wir über eine Brücke überqueren können. Von hier aus geht es zu unserem Zeltplatz an der Hütte Emstrur und auf unserem Weg überqueren wir den Fluss Bláfjallakvísl. Jaja, unsere Füße werden heute mal so richtig sauber. Noch 2 Sandhügel und schon sehen wir unseren Übernachtungsort des heutigen Abends. Wenn wir noch Lust auf eine kleine Abendwanderung haben, können wir einen Blick in den tiefen Canyon Markarfjlótsgljúfur werfen. Der Canyon ist 200 Meter tief und durch ihn fließt der kraftvolle Fluss Markarfljót.
Tag 4:
Dritter Abschnitt: Emstrur (Botnar) - Þórsmörk
Entfernung: 15 km
Geschätzte Reisezeit: 6-7 Stunden
Höhenunterschied: 300 Meter
Der Tag beginnt mit einem krummen Weg hinunter zum Fluss Syðri Emstruá welchen wir über eine Brücke überqueren. Hier müssen wir sehr vorsichtig sein, da dies wohl eine der riskantesten Stellen auf unserem Weg ist. Nach unserer heroischer Flussüberquerung geht es weiter Richtung Süden in das Almenningar Gebiet. Die Landschaft beginnt sich hier wieder zu verändern und wir sehen ruhige Bäche, die arktische Birke und Blumen. Noch eine erfrischende und anspruchsvollere Flussdurchquerung ist von Nöten (Fluss Þröngá), aber das ist in Ordnung denn zu diesem Zeitpunkt sind wir darin schon Experten. Auf der anderen Seite des Flusses angekommen haben wir Almenningar hinter uns gelassen und kommen im Tal Þórsmörk an. Von hier aus haben wir noch ungefähr 40 Minuten Wanderung zur Hütte Langidalur und dann noch ein Stückchen weiter und wir erreichen die Básar Hütte wo wir übernachten werden. Das Gletschertal Thorsmörk hat eine wunderschöne Vegetation und das Tal zählt wohl sicher zu den Perlen der isländischen Natur.
Tag 5:
Vierter Abschnitt: Þórsmörk-Reykjavik
An unserem letzten Tag sind wir flexibel. Ihr könnt ausschlafen und euren müden Knochen nach der 56 km Wanderung eine Verschnaufpause geben. Oder ihr schaut euch das fantastische Gletschertal Thorsmörk etwas näher an. Wir nehmen den Bus am Nachmittag nach Reykjavik welcher uns zu dem Busterminal BSÍ bringt. Von dort aus werden wir abgeholt von unserem Minivan, welcher euch zu eurer Unterkunft in Reykjavik bringt. Wir empfehlen euch auf alle Fälle das von 3 Gletschern umgebene Tal Thorsmörk etwas näher anzuschauen. Es bietet eine einmalige Komposition aus Gletschern, Felsen und kleinen Wäldern. Unser Guide geht mit euch auf eine kurze Halbtagswanderung. Im Visier haben wir ein paar 500m hohe Berge mit atemberaubender Aussicht auf das gesamte Gebiet. Danach kehren wir nach Reykjavik zurück, wo wir euch an eurer Unterkunft absetzen.